Energieeinsparverordnung: effizienter heizen und Heizkosten senken

Oft berichten wir hier im Blog über die kleinen aber oft vergessenen Einsparmöglichkeiten im Haushalt. Neben intelligenter Heizungssteuerung, Standby-Verbrauch und LEDs gibt es jedoch auch noch ein ganz anderes Feld, in dem über Energieeinsparungen und Energieeffizienz nachgedacht werden sollte: Das große aber oft unterschätzte Thema Heizung. Die Heizung ist für etwa 70% des häuslichen Energieverbrauchs verantwortlich und bietet somit jede Menge Potential für Einsparungen.

Mit der Energieeinsparverordnung gegen ineffiziente Heizkessel

Am 01.01.2015 ist Stichtag für alle Eigenheimbesitzer: Bis dahin müssen laut Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) über 30 Jahre alte Heizkessel ausgetauscht werden.  Klingt ganz einfach, doch wer sich aufmacht, die EnEV zu verstehen, findet sich im Gestrüpp eines dichten Ausnahmen-Dschungels wieder: Nicht jeder mit einer alten Heizung ist auch gesetzlich dazu verpflichtet, sie auszutauschen. Das mag den einen oder anderen freuen, aber Achtung: Wer nicht rechtzeitig handelt, dem drohen Bußgelder bis zu 50.000 €.  Da ist es wichtig zu wissen, ob man selbst von der Austauschpflicht betroffen ist oder nicht.

Worum geht’s bei der EnEV 2014 eigentlich?

Der Zweck der EnEV ist – wie der Name schon sagt – Energie in Gebäuden einzusparen. Und das ist auch notwendig: Nicht nur rund 40 Prozent des Energieverbrauchs sondern auch ein Drittel der CO2-Emmissionen entstehen in Deutschland im Gebäudebereich. Die Bundesregierung hat sich daher zum Ziel gesetzt bis 2050 in Deutschland einen klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen. Erste Schritte in diese Richtung sollen mit der EnEV angegangen werden, die erhöhte Standards für den Wärmeschutz der Gebäudehülle wie auch die Energieeffizienz der Heiztechnik festlegt. Hieraus ergeben sich insbesondere für geplante Neubauten strengere Anforderungen an die Gebäudebeschaffenheit.

Aber auch Besitzer von Altbauten sehen sich diversen Nachrüstverpflichtungen gegenüber:

  • Austauschpflicht für 30 Jahre alte Öl- und Gasheizkessel
  • Dämmung der obersten Geschossdecke (bereits EnEV 2009)
  • Isolierung der Heizungs- und Warmwasserrohre (bereits EnEV 2009)

Muss ich meine Heizung jetzt modernisieren? – Infografik bringt Licht ins Dunkel

Brauche ich jetzt also eine neue Heizung? Das Online-Handwerksunternehmen Thermondo hat hierfür eine Infografik geschaffen, die eine Antwort auf diese Frage gibt und endlich Licht in den EnEV-Dschungel bringen soll. Folgt man den Aussagen, die auf das eigene Haus zutreffen, findet man schnell heraus, ob die eigene Heizung noch vor Jahresende raus muss.

Rechtlich – gemäß EnEV 2014 – gesehen – spielt für die Austauschpflicht nicht nur das Alter der Heizung eine Rolle, sondern auch der Zeitpunkt des Einzugs, die Anzahl der Wohnungen im Haus und die Art der Heizung. Ob man also rechtlich zum Heizungstausch verpflichtet ist, ergibt sich aus der Infografik.

Heizungsmodernisierung schont die Umwelt und den Geldbeutel

Doch auch abseits aller Verpflichtungen durch die EnEV sollten Hausbesitzer das Thema Heizungsmodernisierung im Hinterkopf behalten. Ökologisch und energetisch gesehen ist es durchaus sinnvoll und wichtig, die Heizung bereits nach 15 bis 20 Jahren auszutauschen. Ein Wechsel kann immer auch dazu genutzt werden, zu einem schadstoffärmeren und preiswerteren Energieträger zu wechseln. Dadurch wird nicht nur die Umwelt geschont, sondern auch bis zu 30 % der Energiekosten für Heizung und Warmwasser eingespart. So lässt sich ganz nebenbei auch vorbeugen, dass der alte Heizkessel mitten im Winter ausfällt.

Einsparverordnung

 

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Ein Kommentar

  1. Mit einer Heizung kann man echt viel sparen. Von der EnEV habe ich noch gar nichts gehört. Ich bin ja selbst am überlegen, ob ich mir eine neue Heizung zulegen. Vielleicht auch gleich noch mit Solaranlage. Der Umwelt etwas gutes tun =) Vor allen der Punkt mit der Modernisierung beziehungsweise Heizungssanierung ist sehr informativ. Danke für den guten Beitrag!

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