Ich möchte Wasser sparen, aber…

Maskottchen_blauAber ich habe keine Lust kürzer zu duschen!

Maskottchen-gruenDas ist zum Glück auch nicht notwendig. Es gibt mittlerweile Wassersparduschköpfe, die während des Duschens den Wasserverbrauch reduzieren. Die Sparduschköpfe verringern die Durchflussmenge von über 15 l/min auf unter 10 l/min. So kann man Wasser sparen, ohne die Duschzeit zu verkürzen.

Maskottchen_blauAber ich merke doch bestimmt, dass der Wasserstrahl viel schwächer ist und es dauert doch bestimmt viel länger bis ich die Seife wieder los bin!

Maskottchen-gruenDie Sparduschköpfe sind so konstruiert, dass man nicht merkt, dass weniger Wasser benutzt wird. Die meisten Duschköpfe kompensieren das fehlende Wasser durch angesaugte Luft, diese macht den Wasserstrahl dann wieder „voller“. Jeder Hersteller löst das Komfort-Problem jedoch anders und es lohnt sich, vorher einen Blick auf die Techniken zu werfen. Und wenn du längere Haare und Angst hast, der Duschstrahl reicht nicht, um das Shampoo auszuspülen, dann kannst du einen Duschkopf nehmen, der zwischen zwei verschiedenen Durchflussmengen wechseln kann.

Genaue Informationen zu den einzelnen Techniken gibt es hier.

Maskottchen_blauAber wir sparen doch mittlerweile schon zu viel Wasser, so dass weiteres Wasser sparen eher schadet als nützt, oder?

Maskottchen-gruenJein, diese Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten, denn die „Wasserspar-Medaille“ hat zwei Seiten. Ja, die steigende Wasser-Spar-Dynamik in Deutschland sorgt dafür, dass Abwasserrohre, die noch aus den 70er Jahren stammen, nicht mehr ausreichend ausgelastet sind. Die Rohre müssen mit zusätzlichem Aufwand und Kosten „in Betrieb“ gehalten werden. Auf der anderen Seite nein, denn „Wasser sparen“ als ganzes auf dem Schirm zu haben, ist in keinem Fall schädlich. Viel mehr sendet man das falsche Signal, wenn man zu mehr Wasserverbrauch aufruft. So macht auch beispielsweise der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Kampagnen, die sich um das Thema Wasser sparen drehen. Zudem macht es in den Regionen, in denen das Grund- und Quellwasser über die Maßen beansprucht wird noch immer Sinn Wasser zu sparen. Außerdem geht es beim Wasser sparen nicht nur darum, generell weniger Wasser zu benutzen, sondern vor allem weniger warmes Wasser zu benutzen, um die Energie zu sparen, die zum Erwärmen des Wassers benötigt wird. Deshalb ist es das Beste, darauf zu achten, nicht so viel warmes Wasser unnötig zu verschwenden.

Maskottchen_blauAber gerade die Deutschen sparen doch so viel Wasser ein. Es sind gerade mal 120 Liter am Tag, die pro Person genutzt werden.

Maskottchen-gruenDas stimmt, wenn wir uns nur den Wasserbedarf angucken, den wir zum Baden, Putzen und Kochen nutzen. Allerdings gibt es das sogenannte „virtuelle Wasser“, das den Wasserbedarf beschreibt, der zur Herstellung anderer Produkte und Lebensmittel genutzt wird. So wird für den Anbau für die Menge Kaffee, die für eine Tasse benötigt wird, rund 140 Liter Wasser genutzt. Der Genuss von einem Kilogramm Rindfleisch fordert sogar etwa 15.000 Liter und bei der Herstellung einer Jeans werden 6000 Liter Wasser genutzt. Ein Vegetarier kommt so am Tag auf ca. 2500 Liter pro Tag, ein Fleischesser auf stolze 4000 Liter. Auch der Transport von Produkten kostet weitere Wasserressourcen. Wasser sparen heißt also nicht nur im eigenen Haushalt Wasser zu sparen, sondern auch „virtuelles Wasser“ sparen und seinen eigenen Konsum kritisch zu hinterfragen.

Maskottchen_blauAber wenn wir hier in Deutschland Wasser sparen, bringt das anderen Ländern mit Wasserknappheit doch nichts.

Maskottchen-gruenAuch das stimmt wieder für das Wasser, das wir im Haushalt nutzen, denn dieses wird durch unser Grundwasser ausreichend gedeckt und es hat niemand in einem anderen Land etwas davon, wenn wir weniger nutzen. Doch auch hier kommt wieder das „virtuelle Wasser“ ins Spiel. Für die Herstellung von Produkten in Ländern mit wenig Wasser wird oft Raubbau betrieben. Stammt die Baumwolle für ein Shirt z.B. aus Usbekistan, kommt das benötigte Wasser in der Regel aus einem Zufluss des Aralsees, welcher mittlerweile nahezu ausgetrocknet ist. Und auch Lebensmittel werden oft in wasserarmen Regionen hergestellt und zu uns importiert. Hier ist also ein Bewusstsein für den eigenen Konsum gefragt. Der Kauf von Produkten aus der eigenen Region kann hier schon ein Schritt in die richtige Richtung sein.

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Ein Kommentar

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