Energiesparlampen

10 Gründe, warum die Energiesparlampe nicht so schlecht ist wie ihr Ruf

1. Die Gefahr das Quecksilber austritt ist sehr gering

Ja, Energiesparlampen enthalten Quecksilber und dieses ist sehr gefährlich. Aber die Gefahr, dass die Lampe beim herunterfallen bricht und Quecksilber austritt ist sehr gering. Nur bei älteren Modellen kann dies passieren. Bei den neueren und qualitativ hochwertigeren Energiesparlampen ist die Gefahr deutlich geringer, da, wenn die Energiesparlampe in ausgeschaltetem Zustand bricht, das Quecksilber durch eine Amalgamlegierung gebunden wird und nicht flüssig ist. Es kann also kein Quecksilber austreten. Bricht eine Energiesparlampe in eingeschaltetem Zustand, ist die Gefahr etwas höher, da das Quecksilber bei der Nutzung gasförmig ist und so leichter austritt. In einem solchen Fall und bei älteren Modellen, sollten einige Sicherheitsregel unbedingt beachtet werden.

2. Energiesparlampen zu nutzen verringert die Umweltbelastung durch Quecksilber

Kritiker der Energiesparlampe betonen, dass das in der Lampe verwendete Quecksilber umweltschädlich ist. Dies stimmt zwar, man muss aber auch bedenken, dass die Energiesparlampe deutlich weniger Strom verbraucht als eine herkömmliche Glühbirne. Und Quecksilber ist leider auch ein unerfreuliches Abfallprodukt der Stromgewinnung aus Kohle. Der Stromverbrauch einer Glühbirne sorgt so für eine höhere Quecksilberbelastung der Umwelt, als die Nutzung einer Energiesparlampe.

3. Der Quecksilbergehalt von Energiesparlampen ist vergleichsweise gering

Nicht nur Energiesparlampen enthalten Quecksilber. Auch andere Produkte des täglichen Gebrauchs bringen uns mit Quecksilber in Kontakt. Energiesparlampen enthalten im Schnitt 2mg Quecksilber. Diese Zahl relativiert sich, wenn man bedenkt, dass beispielsweise 1kg Thunfisch ebenfalls 1mg Quecksilber enthält und ein Deutscher im Schnitt 1,75kg Thunfisch im Jahr ist. Dieser Kontakt mit Quecksilber ist weitaus gefährlicher, als der bei der Energiesparlampe, da das Quecksilber direkt mit der Nahrung aufgenommen wird.

4. Energiesparlampen gehen DOCH schnell an

Energiesparlampen haben den Ruf eine gefühlte Ewigkeit zu brauchen um „an“ zu gehen. Dies galt für die ersten Modelle der Energiesparlampe, doch die Technik hat sich hier rasant weiterentwickelt. Heutige Modelle gehen sofort an und erreichen 80% ihrer Helligkeit in den ersten 2,5 Sekunden. „Licht an, Licht aus“ ist also auch mit Energiesparlampen kein Problem mehr.

5. Energiesparlampen sind super günstig

Eindeutig für die Energiesparlampe spricht der Preis. Qualitativ hochwertige Markenenergiesparlampen gibt es schon ab 3,50€. Eine 60 Watt Ersatz-LED gibt es für um die 10 €, ein 60 Watt Energiesparlampen-Ersatz hingegen schon für etwa 5€.

6. Energiesparlampen kosten weniger, sparen genauso viel wie eine LED

So kommt es auch das Energiesparlampen das bessere Preis-Einsparungs-Verhältnis haben. Man muss deutlich weniger in eine Neuanschaffung investieren als bei einer LED, spart aber fast genau so viel. Wer eine 60 Watt Glühbirne durch eine 13 Watt Energiesparlampe ersetzt bezahlt etwa 5€ und spart in einem Jahr etwa 10€. Ein 60 Watt LED-Ersatz kostet etwa 10€, hat 10 Watt und spart 11€.

7. Energiesparlampen haben eine sehr lange Lebensdauer

Zugegeben Energiesparlampen haben nicht die gleiche Lebensdauer wie LEDs. Spitzen LEDs können eine Lebensdauer von bis zu 25 Jahren haben. Aber auch Energiesparlampen müssen sich im Vergleich nicht verstecken. Im Schnitt haben diese auch eine Lebensdauer von 6 bis 10 Jahren, also 6 bis 10 mal so lange wie eine Glühbirne. Wem also LEDs noch zu teuer sind, der kann beispielsweise erst einmal auf Energiesparlampen setzen und dann auf LEDs zurückgreifen, wenn diese etwas günstiger geworden sind.

8. Energiesparlampen haben nicht nur kalte Farben

Energiesparlampen produzieren nur kalte Farben? Dies stimmt ebenfalls nicht, denn es ist möglich Energiesparlampen in verschiedenen Farbtemperaturen zu kaufen. Wer also eine alte Glühbirne durch eine Energiesparlampe ersetzten möchte, der sollte darauf achten, eine warmweiße Farbtemperatur zu nehmen. Ausgedrückt wird die Farbtemperatur in Kelvin. 2700 bis 3000 Kelvin entsprechen einer angenehm warmweißen Glühbirnenfarbe.

9. Das Flimmern von Energiesparlampen spielt heute keine Rolle mehr

Flimmern Energiesparlampen? Ja, dies liegt an dem aus dem Stromnetz eingespeisten Strom zusammen. Dies lässt sich nicht vermeiden. Allerdings besitzen Energiesparlampen der neuesten Generation ein Vorschaltgerät, welches die Frequenz so weit verändert, dass das Flimmern von Menschen nicht mehr wahrnehmbar ist.

10. Energiesparlampen können recycelt werden

Energiesparlampen sind generell umweltschädlich? Dies stimmt nicht. Bei fachgerechter Entsorgung z.B. bei einer Sammelstelle oder im Sondermüll, gibt man die Energiesparlampe dem Recyclingkreislauf zurück. 90% der Energiesparlampe können recycelt werden, auch das Quecksilber wird dann wiederverwendet. Die gute Wiederverwertbarkeit verbessert die Umweltbilanz der Energiesparlampe deutlich.

 

Mehr Infos zum Thema Energiesparlampe gibt es hier:

Hulger Plumen – die schönste Energiesparlampe der Welt

Energiesparlampen entsorgen

Sammelstellen für alte Energiesparlampen finden

Quecksilber in Energiesparlampen

 

 

5 Kommentare

  1. Die aufgezählten Argumente können ja ruhig so stimmen, aber das große Problem bringt erst die Zukunft. Kaputte Energiesparlampen landen nämlich überwiegend im normalen Hausmüll, und von der kommt das Quecksilber ungehindert überall hin.
    Jede Befürwortung dieser Giftschleudern ist höchst unverantwortlich, und dient nur der Profitmaximierung der erzeugenden Industrie.
    Jede Wette, dass wir spätestens in 10 Jahren größte Probleme mit Quecksilber in der Natur, und damit auch in uns Menschen, haben werden!
    Oder kommt vielleicht doch ein Pfandsystem für diese Giftlampen?

  2. Sehr geehrter Vorkommentator, aber auch Sabine Scheider

    diese „Giftschleudern“ gibt es schon sehr lange, (Schon 1857 von Heinrich Geißler im Prinzip erfunden) was „neu ist“, der verstärkte Einsatz im Privathaushalt und eine ärgerliche Situation, ein funktionierendes Rücknahmesystem fehlt oder ist eher rudimentär vorhanden.

    Was es zu der „Historie“ zusagen gibt findet sich HIER (hoffentlich funktioniert dieser Hyperlink)

    Der Satz dort „Die meisten Leuchtstofflampen enden jedoch durch Adsorption des im Gas enthaltenen Quecksilbers in die metallenen inneren Komponenten hinein. Die Degradation des Leuchtmittels und die Lebensdauer der Glühanoden beeinflussen ebenfalls die Lebensdauer derartiger Leuchtmittel.“ zeigt, die sowieso wesentlich kleiner Quecksilbermenge bei diesem Lampentyp ist zum Ende der Lebensdauer keinesfalls das so hochstilisierte Problem. Soviel zu „…kommt das Quecksilber ungehindert überall hin..“ Das trifft auf neue Lampen tatsächlich zu. Doch die wirft man / frau eher selten in den Müll.

    Noch ein beinahe 2 Jahre alter Link Kann die Energiesparlampe platzen?

    Ich bin inzwischen auf LED umgestiegen. In meiner „Asservatenkammer“ habe ich noch eine ungebrauchte „Energiesparlampe“ der ersten Stunde, ein gewichtiges Monster, von der Größe und Gewicht einer Stielhandgranate ohne Stiel.

  3. Pingback: Energiesparlampen sind umweltschädlich | Alternativ-Gesund-Leben.de

  4. Kompaktleuchtstofflampen „Energiesparlampen“ waren lediglich ein äußerst lukratives Interim für die Industrie, das niemals in den Handel hätte gelangen dürfen. Schon gar nicht ohne entsprechendes Entsorgungssystem. Hier hat sich die Politik direkt von der Wirtschaft beraten lassen, nicht aber von produktneutralen Fachleuten.
    Wenn hier von „geringen“ Mengen Quecksilber gesprochen wird, müssen wir uns vor Augen halten, das es sich hier um reines Nervengift handelt,
    das im privaten Haushalt nichts zu suchen hat. Die fehlende Aufklärung zu diesem Produkt des Wirtschaftslobyismus gleicht fahrlässiger Gesundheitsgefährdung.
    Abgesehen davon, dass die effektive Lichtausbeute solcher Leuchtmittel lange nicht dem entspricht, was Hersteller gerne auf Verpackungen schreiben und der Vergleich in einer Vielzahl von ausschlaggebenden Faktoren absolut hinkt.
    So geht es bei Licht nicht nur um Quantität sondern um Qualität, um nur die Spitze des Eisbergs anzukratzen.
    Falls Sie sich nächstes Mal ein solches Produkt über den Küchentisch hängen und sich wundern, dass Sie plötzlich schlechter sehen und weder Sie noch Rauminhalte dabei gut wegkommen, lassen Sie sich das Ganze einmal von einem Ingenieur für Lichtplanung erklären. Weder der Elektriker, noch der Baumarktverkäufer hat hier nennenswerte Kompetenzen vorzuweisen.
    Wir planen natürlich mit Leuchtstofflampen sowie anderen Technologien. Kompaktleuchtstofflampen für den privaten Haushalt jedoch gleichen einer Gehirnwäsche für den Verbraucher, die uns täglich wütend macht. Wie traurig, dass soviele in dieses Bötchen steigen und sich ohne jede Vorbildung anmaßen über ein hochgradig wichtiges Thema wie Licht zu sprechen.

    Gruß,
    Dipl.-Ing. Lichtplanung JD.

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