Pelletheizung als umweltfreundliche Alternative?

Neben den Gegenständen des täglichen Gebrauchs, wie etwa Glühbirnen und Elektrogeräte, verbrauchen auch die größeren Bauteile des Hauses viel Energie. Im Haushalt werden z.B. 70% der Energie für die Räumwärme und somit durch die Heizungsanlage verbraucht. Grund genug sich dies einmal genauer anzugucken.

Heizungssysteme und ihre Umweltverträglichkeit

Die Ölheizung: 300 g CO2 bei 8 Cent

Ölheizungen versorgen mehr als ein Drittel der Haushalte in Deutschland. Dabei wird durch diesen fossilen Brennstoff relativ viel CO2 freigesetzt. Die CO2-Emission pro erzeugter kWh durch Heizöl beträgt ganze 300 Gramm. Auch preislich glänzt Heizöl nicht gerade mit niedrigen Werten, eine kWh aus Heizöl kostet derzeit (Ende 2013) ca. 8 Cent.

Die Gasheizung: 240 g CO2 bei 7 Cent

Immerhin ein Fünftel des Primärenergiebedarfs Deutschlands wird durch Erdgas gedeckt. Moderne Gasbrennwertthermen erreichen sehr hohe Nutzungsgrade und sind damit sehr effizient. Jedoch gilt Erdgas als fossiler Brennstoff, die CO2-Emission pro kWh durch Gas beträgt daher immerhin noch etwa 240 Gramm. Der Preis für eine kWh erzeugt aus Erdgas beträgt zurzeit etwa 7 Cent.

Die Pelletheizung: 40 g CO2  bei 5,7 Cent

Holz ist das älteste von Menschen genutzte Brennmaterial. Dabei gilt Holz als ein CO2-neutraler Brennstoff, da er beim Verheizen lediglich die Menge an CO2 freisetzt, welche der Baum bereits während seiner Lebenszeit (Betrachtungszeitraum von 100 Jahren) gebunden hat. Die natürliche Verrottung im Wald würde anders gesagt genauso viel CO2 freisetzten, wie bei der Verbrennung entsteht. Bei der Gas- und Öl-Verbrennung wird hingegen CO2 freigesetzt, welches innerhalb der letzten mehreren hundert und tausend Jahre gebildet wurde. Ein Eintrag dieses CO2’s in die Atmosphäre belastet die Umwelt für den Betrachtungszeitraum von 100 Jahren auf unnatürliche Weise. Der natürliche CO2-Haushalt ist dadurch stark überhöht und es kommt laut Experten zu einer Verstärkung von extremen Klimabedingungen und Umweltkatastrophen. Holz-Pellets sind im Betrachtungszeitraum von 100 Jahren hingegen nur für eine CO2-Emission von 40 Gramm pro kWh verantwortlich. Diese Emission entsteht nicht durch die Verbrennung an sich, sondern durch vorgelagerte Prozesse, wie etwa Herstellung und Transport, sowie durch Hilfsaggregate, die vor und während der Verbrennung, wie Elektrogebläse, Fördersystem und Pumpe, anfallen und wird dem Brennstoff beim Endverbrauch angerechnet. Zudem liegen die Kosten für Pellets bei niedrigen 5,7 Cent pro kWh.

Nachteile einer Pelletheizung

  • Hohe Investitionskosten für Pelletheizung (Komplett für etwa 19.000 Euro)
  • Doppelter Lagerraumbedarf für Pellets nötig
  • Bedarf etwas häufigerer Wartung im Vergleich zur Gasheizung
  • Pellets haben leichten Eigengeruch

Vorteile einer Pelletheizung

  • CO2-neutraler Brennstoff
  • Brennstoff ist günstig
  • Holz ist ein nachwachsender Rohstoff
  • Hohe staatliche Förderungen
  • Sehr hoher Nutzungsgrad (Effizienz) der Pelletheizung

Fazit: Pelletheizungen vor allem bei höherem Bedarf zu empfehlen

Pelletheizungen gibt es natürlich in allen möglichen Größen. Von kleinen Anlagen mit unter 14 kW Leistung bis hin zu Pelletheizungen mit über 35 kW Leistung. Die hohen Anschaffungskosten schrecken sicherlich viele Interessierte ab. Jedoch sei gesagt, dass die geringeren Kosten für den Pellet-Brennstoff sich über die Jahre rentieren werden. Gerade wer einen hohen Bedarf an Heizwärme hat, für den könnte sich eine Pelletheizung lohnen. Je höher der Verbrauch, umso mehr kann von den vergleichsweise geringeren laufenden Kosten profitiert werden. Durchschnittlich benötigt ein Einfamilienhaus in Deutschland übrigens etwa 25.000 kWh Heizenergie jährlich. Auch ökologisch betrachtet sind Pelletheizungen auf jeden Fall zu empfehlen. Holz verbrennt CO2-neutral und gilt als nachwachsende und erneuerbare Energiequelle.

Geschrieben von: Stephan Günther von energieheld

Quellen

CO2-Emissionen der Brennstoffe

Preise der einzelnen Brennstoffe:
Ölpreis: Tecson GmbH
Erdgas und Pellets: C.A.R.M.E.N. e.V.

 

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7 Kommentare

  1. Ich glaube, es befindet sich ein Aufzählungsfehler unter dem Punkt Nachteile. Dort sind die letzten 5 Punkte die gleichen wie unter dem Punkt Vorteile.

  2. Pellets sind sicherlich sehr ökologisch weil CO2 neutral. Mit dem üblichen Brennholz kann man das selbe Ziel aner auch ökonomisch erreichen, zumal man einer Zugang zu Holz hat und/oder das Brennholz selber macht. Mit einem modernen, wasserführenden Kaminofen kan man dann sehr effizient und umweltschonend sein ganzes Haus komplett beheizen

  3. Ein schöner Artikel Sarah! Ergänzend zu dem sehr richtig verfassten Text, sollte man noch mal die Kombination mit Solar erwähnen. War für mich ein wichtiges Thema und ich denke, dass es das auch für viele Andere sein könnte. Das Pelletheizungssystem ist, wie hier auch beschrieben, eine umweltfreundliche Alternative. Verbunden mit Solar, kann auch z.B.: die Warmwasserbereitung umweltfreundlich generiert werden.
    Es gibt ja einige Leute, die den hohen Holzverbrauch bei Pelletheizungen kritisieren. Durch die Kombination mit Solar kann hier sogar noch etwas eingespart werden.
    Auf meinem Link gebe ich die Seite an, auf der ich mich dahingehend informiert habe. Ich wurde super und kostenlos beraten, was ich persönlich bei so einem Thema wichtig finde!

  4. Guten Abend,

    ein sehr guter Artikel, auch wenn mittlerweile an einigen Stellen veraltet. Aber die Tendenz ist auf jeden stimmig. Mittlerweile gibt wirklich gute Alternativen mit sehr guten Sparsystem.

    Bin gerade dabei mir einen neuen, stylischen Pelletofen mit neuem, innovativem Sparsystem von einem Anbieter aus dem Süden der Republik zu holen. Wer mehr wissen will, hier ein unabhängiger Bericht:

    [Link entfernt wegen Werbung]

    Gruß
    Matze

  5. Danke für diesen Artikel- Das zeigt doch mal wieder eindeutig wie gut Pelletheizungen abschneiden in Gegensatz zu anderen Möglichkeiten und wie dadurch die Umwelt geschont werden kann. Man sollte dabei auch an die eigene Gesundheit denken.

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