Ratgeber Energieeffiziente Gefriergeräte

Ratgeber von Testsieger.de:

Tiefkühltruhen und Gefrierschränke zählen zu den größten Stromfressern in einem Haushalt. Egal wie groß der Haushalt ist – die Anschaffung eines stromsparenden Modells rentiert sich mit einem Blick auf die Stromrechnung immer. Wo aber lauern die Tücken bei der Anschaffung eines Gefriergerätes?

Die richtige Größe

Für einen Single-Haushalt ist oftmals schon ein Gefrierfach mit ein oder zwei Ebenen ausreichend, das im Kühlschrank integriert ist. Bei einem Zwei-Personen-Haushalt dagegen sollte es schon ein größeres Volumen sein. Je nachdem, wie viele Lebensmittel auf Vorrat gelagert werden sollen, empfiehlt sich ein Gefriervolumen von 80 bis 100 Litern. Als Faustregel sollte der Nutzer pro weitere Person mit einem zusätzlichen Bedarf von etwa 50 Litern rechnen. Gleichzeitig kann der Stromverbrauch jedoch pro 50 Liter mehr Volumen um bis zu fünf Prozent ansteigen.

Ausgewiesene Energieeffizienz

Die Entscheidung für eine Gefrierlösung sollte sich stark am Energieetikett orientieren. Kaufen Sie keine Produkte mit dem Label A mehr – langfristig rentiert sich die Investition in ein Gerät mit der Kennzeichnung A+ oder höher. Den niedrigsten Jahresstromverbrauch weisen die Geräte der Klasse A+++ auf. Kleinere Kühlgeräte mit dem Label A+++ gibt es bereits mit einem jährlichen Stromverbrauch von circa 75 Kilowattstunden.

Je kühler, desto weniger Strom

Einen wesentlichen Einfluss auf den Stromverbrauch hat auch der Ort, an dem das Gerät aufgestellt wird. Generell gilt: Je kühler der Raum, desto weniger Leistungsaufnahme. Denn pro Grad Celsius kann sich der Stromverbrauch um bis zu drei Prozent erhöhen. Folglich sollten Gefrierlösungen nicht direkt neben Geräten platziert werden, die viel Wärme abgeben. Ein direkter Platz neben Herd, Backofen oder Geschirrspüler ist ungünstig. Ein idealer Platz hingegen ist ein kühler Kellerraum. Des Weiteren sollte hinter dem Gerät ausreichend Platz zur Wand sein, damit die Abwärme der Kühlelemente entweichen kann. In regelmäßigen Abständen empfiehlt es sich zudem, die Lüftungsschlitze und Kühlelemente vom Staub zu befreien, der sich dort ablagert.

Truhe oder Schrank?

Beim Kauf einer Gefriertruhe oder eines Gefrierschrankes spielt nicht nur der zur Verfügung stehende Platz eine Rolle. Wer vor der Entscheidung zwischen einer Truhe und einem Schrank steht, der wird sich fragen, welches System effizienter ist. Egal ob Gefriertruhe oder –schrank: Ein Gerät mit mehr Volumen verbraucht immer mehr Strom. Jedoch verbraucht eine Gefriertruhe insgesamt weniger Energie, was vor allem an der Konstruktion liegt. Bei einem Gefrierschrank entweicht beim Öffnen die kühle Luft über die gesamte Fläche der Tür. Da jedoch bei einer Gefriertruhe der Deckel nach oben geöffnet wird, kann zwar warme Luft einströmen, die kalte Luft aus dem Inneren Truhe entweicht aber nicht so schnell. Im Endeffekt bedeutet dies, dass eine Gefriertruhe weniger Kälte beim Öffnen verliert und deswegen auch weniger Energie zum Kühlen benötigt. Zudem vereist eine Truhe nicht so schnell wie ein Gefrierschrank, was den Stromverbrauch ebenfalls niedriger hält.

No Frost

Um die Eisbildung im Gefrierschrank zu verhindern und ein regelmäßiges Abtauen zu vermeiden, haben Kühlgeräte-Hersteller die No-Frost-Funktion entwickelt. Bei Geräten mit dieser Funktion wird die Vereisung durch die Reduzierung der Luftfeuchtigkeit im Gerät verhindert. Dadurch wird das Abtauen obsolet und die Energie für das erneute Abkühlen des Systems eingespart.

Tipps aus dem Alltag

Je besser sortiert ein Gefriergerät ist, desto schneller findet man, was man gerade benötigt. So reduziert sich die Zeit, in der die Türe offensteht und kalte Luft verloren geht. Auch sollte das Einfrieren von heißen Speisen vermieden werden, denn dies steigert den Energieumsatz um ein Vielfaches. Wenn ein Gefriersystem regelmäßig abgetaut wird, bildet sich in seinem Inneren keine dickere Eisschicht. Als Empfehlung gilt, dass die Eisschicht nicht stärker als ein Zentimeter werden sollte. Zudem ist es eine Überlegung wert, ob das Gerät das ganze Jahr über benötigt wird: Gerade vor der Urlaubszeit kann es abgetaut und erst nach dem Urlaub wieder in Betrieb genommen werden. Manche Gefrierschränke verfügen mittlerweile auch über eine Ferien-Funktion, die den Stromverbrauch reduziert.

10 Kommentare

  1. Vielen Dank für die Tipps! Zu dem Punkt Ferien-Funktion… Ob das so sinnvoll ist? Im Normalfall läuft doch ein Gefriergerät mit -18Grad und weiter runter sollte man doch nicht gehen damit das Gefriergut nicht verdirbt. Oder übersehe ich da etwas?

    VG
    Herbert

  2. Sehr schöner Artikel, ich selber nutze einen Side by Side kühlschrank. Finde dies ist eigentlich eine ideale Lösung.. auf der Linken Seite Gefrierfach und auf der rechten kühlfach. Besser geht es meiner Meinung nach nicht, besonders solche Dinge wie Eiswürfelspender finde ich toll. Und außerdem ist es für ein so großes Gerät sehr Energiesparend mit A++

  3. Wir hatten jahr(zehnte) lang eine recht gute Gefriertruhe im Keller stehen, die hat aber vor nem Monat den Geist aufgegeben. Wir hatten uns dann für einen Gefrierschrank entschieden. Auch aus Platzgründen. Natürlich ein A+++ Gerät der neuesten Generation (Umweltschutz, Energiesparen und so). Jetzt steht das Ding hier wie ne Eins und macht einen soliden Eindruck. Und: Es friert hervorragend. Und wie sie in ihrem Artikel bereits ansprechen: No Frost erweist sich als echter Hit.

    Danke für den Beitrag, er gibt einen sehr guten Überblick alles notwendige über Gefriertruhen und Gefrierschränke.

    LG
    Sarah L.

  4. Hallo, die Energieeffizienz ist heutzutage wichtiger als je zuvor! Wir haben uns vor kurzem eine neuen Gefrierschrank gekauft und haben uns natürlich für einen A+++ Modell entschieden!

    Liebe Grüße

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