EEG Umlage

Wie ich bereits vor 3 Wochen versprochen hatte,  beschäftigen wir uns heute mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG und der Erhöhung der EEG-Umlage. Dieses Gesetz wurde vor einigen Wochen durch die Ankündigung, dass die sogenannte Ökostrom-Umlage steigen soll, besonders heiß in den Medien diskutiert.

Das Gesetz wurde im April 2000 von der damaligen Bundesregierung in Kraft gesetzt und soll sicherstellen, dass der Strom aus erneuerbaren Energien bei der Einspeisung ins Stromnetz bevorzugt wird. Dadurch soll die Energiewende weiter voran getrieben werden und Deutschland wird zudem unabhängiger von ausländischen Energiereserven. Ähnliche Konzepte werden in mindestens 61 weiteren Ländern weltweit umgesetzt.

Außerdem werden den Erzeugern von alternativen Energien feste Preise über einen Zeitraum von 20 Jahren garantiert, um den potenziellen Anbietern von Ökostrom einen Anreiz zu bieten. Denn zurzeit können auf dem Markt noch keine effizienten Preise erreicht werden. Deshalb muss der Differenzbetrag zwischen garantiertem und erzielbarem Preis  gesondert aufgebracht werden. Für diesen Zweck wurde die EEG-Umlage ins Leben gerufen.

Die EEG-Umlage verteilt die fehlende Differenz auf jede verbrauchte Kilowattstunde und somit auf jeden der Strom verbraucht. In diesem Jahr betragen die Ausgaben für die Förderung der Stromerzeugung nach EEG noch 19,43 Milliarden Euro, aber im nächsten Jahr summieren sich die Kosten schon auf ca. 22,94 Mrd. Euro. Durch Einnahmen aus Vermarktung, Netzentgelten und Erlösen reduziert sich dieser Betrag auf ca. 19,90 Mrd. Euro in 2013 (2012: 14,10 Mrd. €). Diese Summe wird auf jede verbrauchte Kilowattstunde umgelegt und so beträgt die EEG-Umlage im nächsten Jahr 5,28 Cent pro Kilowattstunde (2012:3,59 Cent/kWh). Dies entspricht also einer satten Erhöhung von 47%.

Für Unternehmen gibt es die Möglichkeit, sich von der EEG-Umlage befreien zu lassen, wenn sie im internationalen Wettbewerb stehen, da sie dadurch keinen Wettbewerbsnachteil erleiden sollen. Dieses Mittel wird inzwischen allerdings sehr stark in Anspruch genommen und auch vielen Unternehmen gewährt, die zum größten Teil nur in Deutschland tätig sind. Die EEG-Umlage trifft also besonders die Haushalte und nicht die großen Industrieunternehmen, welche mit 47% den Großteil des Stroms in Deutschland verbrauchen (Haushalte 27%). Trotz dieser Bevorzugung bei der EEG-Umlage sprechen sich rund 80% der deutschen Staatsbürger positiv für das EEG aus, wovon allerdings 60% eine Überarbeitung des Gesetzes für notwendig halten.

Sicherlich ist die Erhöhung der Umlage und dem damit verbundenen steigenden Strompreis ärgerlich, aber man sollte nach Möglichkeiten suchen, um generell weniger Stromkosten im Jahr zu haben. Als Alternative zu meinem ersten Ansatz aus dem ersten Blogartikel ist noch der Vergleich von Stromtarifen zu nennen. Das Internet ist voll von solchen Seiten. Ich kann euch besten Gewissens http://www.stromanbieter-test.de/ empfehlen. Neben ausführlichen Tests und Erfahrungsberichten zu den Stromanbietern findet ihr hier auch einen Vergleich.

Wer also schnell ist, kann durch so eine Aktion genug Stromkosten sparen, bevor die Erhöhung überhaupt in Kraft getreten ist!

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