Grünsparen statt schwarzärgern (5)

Richtig waschen, richtig sparen — wie man Energie, Wasser und Geld mit dem richtigen Umgang mit Waschmaschinen spart.
Ein Drei-Personen-Haushalt benutzt rund 150 mal im Jahr die Waschmaschine und verbraucht damit rund 220 kWh Strom jährlich. Dabei wird leider immer wieder unnötig Energie und Wasser verschwendet. Mit den folgenden Tipps zum Grünsparen statt schwarzärgern kann sich der Verbrauch zum Teil deutlich reduzieren:

  • Moderne Waschmaschinen verbrauchen viel weniger Energie und Wasser als noch vor zehn oder zwanzig Jahren. Der Kauf einer neuen Waschmaschine rechnet sich also fast immer, besonders wenn das neue Gerät die Energie-Klassifizierung A oder B (Euro-Label) hat.
  • Klar ist auch: Eine neue Waschmaschine ist nicht gerade billig. Da Elektrogeräte aber im Normalfall über mehrere Jahre genutzt werden, sollte man nicht nur auf den einmaligen Kaufpreis achten, sondern die Gesamtkosten (Kaufpreis + Energieverbrauch + Wasserverbrauch) im Blick haben. Meist rechnet sich die Neuanschaffung schon nach zwei Jahren Nutzungszeit, da die Verbrauchskosten geringer sind.
  • Eine hohe Schleuderleistung (1600 Umdrehungen pro Minute) bewirkt, dass die Wäsche viel trockener aus der Maschine kommt und der Trockner kaum noch gebraucht wird. — Anstatt des Trockners kann die Wäsche (vor allem im Sommer) auch gut „manuell“ trocknen.
  • Der häufigste Fehler bei der Bedienung von Waschmaschinen: Eine zu hohe Wasch-Temperatur. Wenn die Temperatur z.B. von 95°C auf 65°C gesenkt wird, reduzieren sich die Energiekosten um 30%. Auf Koch- und Vorwäsche kann heute in der Regel ganz verzichtet werden.
  • Auch der „Schonwaschgang“ ist energetisch gesehen ganz großer Unsinn. Der Stromverbrauch steigt um den Faktor vier, der Wasserverbrauch sogar um 500%!
  • Wasser spart man am einfachsten, indem man die Maschine nur dann anstellt, wenn die Trommel auch tatsächlich voll ist. Auf die Reinigungsleistung hat eine volle Trommel keinen Einfluss!
  • Oft wird mehr Waschmittel genommen als nötig. Wer also nicht gerade verdreckte Fußballtrikots wäscht, sollte sich genau an die Dosierungsanleitung halten.
Aufwand
Kosten
Arbeit



Unter der Rubrik „Grünsparen statt schwarzärgern“ geben wir wirkungsvolle Energiespartipps, die Geld sparen und die Umwelt schonen.

Ein Kommentar

  1. Je nach Region (Bodenbeschaffenheit der Grundwasserquellen) kann das Leitungswasser recht hart sein – daran zu erkennen, daß Seife und Shampoo nur wenig schäumen. Die Stadtwerke geben den Härtegrad des Wassers auf der Rückseite der Jahresrechnung und natürlich auch auf ihrer Homepage an. Um der Verkalkung der Waschmaschine vorzubeugen, empfehlen die Waschmittelhersteller auf der Verpackung, das Waschmittel entsprechend höher zu dosieren – aber das führt zu höheren Kosten und Umweltbelastung, außerdem riecht die Wäsche intensiver nach Waschmittel.

    Die Alternative: Für die Waschmaschine gibt es ein Entkalkungsmittel beim Discounter Axxx. Die Kosten relativieren sich dadurch, daß man dann beim Waschmittel nur noch die niedrigste Dosierung braucht. So wirkt die Entkalkung gezielter als mit umweltbelastend hoher Waschmitteldosierung, und die Wäsche riecht nicht mehr so stark nach Waschmittel!

    Gruß aus Neuss, Ralf

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