Gesagt = Getan. Am letzten Wochenende war es endlich soweit. Bei Grünspar TV fiel die erste Klappe und nach einer Woche zwischen Vorfreude und Bangen dürfen wir es nun auch endlich hinausposaunen. “Warum erst jetzt?”, werdet Ihr Euch vielleicht fragen.
Archiv für die Kategorie „Grünspar stellt sich vor“
Was war? Teil 2: Lehren II
13. Januar 2010, geschrieben von Grünspar | Keine Kommentare »Wie angekündigt, hier Teil 2 meiner Lehren aus dem Grünspar Jahr Nummero eins:
Plan B haben – Fokus! in allen Ehren, sollte man für einige wesentliche Aspekte auch abseits des Pfades denken: „Was wenns nicht klappt? Was ist wenn dieser oder jener Investor nicht anbeißt?“ Oder auch konkret: „Was wenn ich die Exist-Förderung nicht bekomme?“ Manchmal muss die Konsequenz aus einem gescheiterten Plan A gar nicht dramatisch sein. Aber wenn man einen Rückschlag kassiert hat, ist man oft nicht so strukturiert und motiviert einen sinnvollen Plan B direkt anzugehen. Schön wenn man dann nur noch die Schublade aufmachen und reingreifen muss. Konkret: Unsere Schublade war leer und wir brauchten einige Wochen neu zu planen und uns zu sortieren.
Zahlen im Blick haben – Inbesonders für Unternehmen mit Geschäftsmodell – es soll ja in diesem Web 2.0 den ein oder anderen ohne geben – dafür aber ohne irrwitzige Budgets, halte ich es für äußerst sinnvoll immer einen Blick auf die (aktuellen wie „geplanten“) Zahlen zu haben. Konkret: Uns hat ein strenger Blick auf unsere Zahlen (neben einer knappen Kriegskasse) dabei geholfen, keine unnötigen Ausgaben zu tätigen und die Stellhebel zu finden, die für uns das beste Input-Output Verhältnis haben.
An wichtigen Stellen nicht sparen – Das Geradebiegen von kostengünstiger Wurschtel-Arbeit kostet unnötig Geld und Zeit. „Wichtig“ heißt an dieser Stelle wichtig und zentral für das Geschäftsmodell bzw. das Geld verdienen. Konkret: Wir haben uns anfangs kurz gefreut einen günstigen Programmierer für unseren Shop gefunden zu haben und lange geärgert, dessen Fehler wieder ausbügeln zu dürfen.
Professionelles Design haben – Oft wird gesagt, hier könne man am Anfang sparen. Stimmt, aber ein professionelles Design kann man trotzdem habe. Denn: Dank 12designer und Co ist so etwas heutzutage auch mit verhältnismäßig kleinem Budget zu realisieren. Und: Webseite, Visitenkarten & Co sind imho das Gesicht eines Unternehmens bzw. einer Marke, das einen ebenso fitten, schmucken und professionellen ersten Eindruck hinterlassen sollte, wie die Gründer selbst. Unfrisiert würde man schließlich auch nicht zu einem Geschäftstermin erscheinen. Konkret: Unser Logo (Heureka-Ruf sei dank) und unsere Seite ließen uns von Start an professioneller und größer erscheinen als es hinter den Kulissen noch aussah – was zudem eine Motivation war, diesen professionellen Anspruch von Beginn an auch zu erfüllen.
Was war? Teil 2: Lehren I
9. Januar 2010, geschrieben von Grünspar | Keine Kommentare »Ab und zu – meist nach entscheidenen Abschnitten oder Ereignissen – versuche ich mir gewonnene Lehren einmal bewusst vor Augen zu führen. Mit dem Start von Grünspar ist nun war wieder so ein Moment gekommen. Spontan und am eigen Leib erfahren kamen mir hier die folgenden Punkte zum Gründerjahr 2009 in den Sinn. Teil 1 dieser Lehren kommt hier.
Für den ein oder anderen mag vieles davon schon selbstverständlich sein oder nicht relevant, aber jenen, die vielleicht noch vor einer Gründung stehen und diese mit knappem Budget angehen müssen, hoffe ich hiermit, die ein oder andere sinnreiche Zeile mit auf den Weg gegeben zu haben.
Fokus! – Wird bei uns nur noch mit Ausrufezeichen geschrieben und gesprochen: Geschäftsmodell und Idee klar ausrichten und nicht zu komplex werden lassen. Dann fokussiert an die Arbeit machen. „Anbauen“ kann man immer noch. Zur Erinnerung an alle Idee- und Tatenüberreizte: Das landläufige Verständnis von Multitasking “Mehrere Dinge gleichzeitig machen” ist falsch, die Sache selbst kontraproduktiv – auch in Sachen Geschäftsmodell. Konkret: Wir haben viel Zeit in einen Affiliate Partner-Shop gesteckt nur um zu merken, dass dieser unsere Kunden verwirrt. Also haben wir ihn wieder rausgenommen.
Outsourcen! – Der kleine Bruder von Fokus! denn imho sollte man sich auf seine Kernkompetenzen fokussieren. Zumal man heutzutage einiges Out- oder Crowdsourcen kann. Konkret: Wir haben das komplette Lager/Bestell/Versandmanagement ausgelagert und vergeben kleinere Grafik- und Programmierarbeiten über elance.com und fahren damit zumeist sehr gut.
Raus da! – Kontakte knüpfen, Leute ansprechen, ausprobieren, einfach ruhig dumm fragen – aber eine Reaktion ist besser als keine. Konkret: Bevor wir uns groß in einige Themen eingearbeitet haben, sind wir einfach zu einer Energieeffizienz-Messe gefahren und haben gefragt was das Zeug hält. So kamen wir nicht nur zu vielen Infos, die wir uns nicht so einfach hätten anlesen können, sondern noch dazu zu interessanten Kontakten.
Was steht denn auf Eurer „Lehren“-Liste?
Was war? Teil 1: Am Anfang war die Mail
14. Dezember 2009, geschrieben von Grünspar | Keine Kommentare »Wie angekündigt hier nun Teil eins des janusköpfigen Artikelpaketes: Der Blick zurück! (Der für bolivianische Ureinwohner übrigens gleichbedeutend unseres Blicks nach vorn ist. Nicht direkt relevant, aber interessant.)
Da ich eine detailgetreue Wiedergabe der letzten 24 Monate als eher zäh ansehen würde, lege ich den Schwerpunkt beim Rückblick auf zwei Dingen: Idee bzw. Anfang (weil dem ja auch immer ein Zauber inne wohnt) und welche Lehren ich rückblickend aus einem Jahr Selbständigkeit ziehe. Also drehen wir zunächst die Zeit ein wenig zurück…
Alles begann nach einem gemeinsamen DVD-Abend, bei dem „Eine unbequeme Wahrheit“ von Al Gore zum Besten gegeben wurde bereits im November 2007. Ich (Martin) schrieb Sebastian eine Mail: „Wie viel Aufwand ist ein Shop in dem man sich individuelle Energiespar-Produkte zu einem Paket zusammenstellen kann?“ Die damalige Ersteinschätzung kann mit heutigen Kenntnisstand durchaus als optimistisch bezeichnet werden.
Ein Jahr hatten wir jedoch noch zu studieren. Dementsprechend wurde zunächst allein an der Idee weitergearbeitet: Schwerpunkt Solar? Beratungsangebote? Energiesparlampen-Kampagnen? Nur GrünsparTüten? Oder doch erstmal ein Online-Shop? Wenngleich viele der angedachten Themenfelder uns heute eher abwegig erscheinen; den Horizont für die Fülle der Möglichkeiten Energie zu sparen und Ressourcen zu schonen hat es uns erweitert. Aber Grünspar war nicht die einzige Geschäftsidee. Im November 2008 war es schließlich als wir uns – frisch fertigstudiert – zusammensetzten um uns auf eine festzulegen. Denn das wir uns mit einer eigenen Idee selbständig machen würden stand für uns fest. Intensiv wurden also die unterschiedlichsten Ideen besprochen. Gemeinsamer Nenner: Etwas Gutes sollten Sie bewirken.
Immerhin was unser Credo angeht, befanden wir uns also schon früh auf Augenhöhe mit Googles Don´t be evil. Gewürzt mit einer Prise Kreativität liest sich dies bei uns so:
Kreativ denken. Gutes unternehmen.
Idee und Tat sind zwei Seiten einer Medaille, die in unserem Falle heißt: Sinnvolles Unternehmertum. “Sinnvoll”, da wir getreu unseres Mottos “Gutes unternehmen” wollen. Also Dinge, die den Menschen nützen, ihnen helfen. Klingeltöne wird es von uns also eher nicht geben. Dafür aber die ein oder andere Idee, bei der das Geschäftsmodell von vornherein die Unterstützung von sozialen Organisationen und Projekten vorsieht.
Wenngleich wir uns reiflich Zeit ließen, die jeweiligen Für und Widers abzuwägen, stand der Gewinner des Qwan-internen Ideenwettbewerbs eigentlich schon vorher fest. Die Paarung aus dem wichtigen Thema Klimaschutz und dem wirtschaftlichen Potential hatte uns schließlich schon das Jahr zuvor teils bis tief in die Nacht diskutieren oder recherchieren lassen. Ende 2008 ging es erst recht so weiter: Wir machten uns nun konkret an die Umsetzung.
Von unterschiedlichen Stellen wurde uns, für ein leicht vom heutigen abweichendes Konzept gute Aussichten auf eine Förderung durch das Exist-Programm für Gründungen aus der Hochschule attestiert. Einige Arbeit wanderte in der Folge in die Erstellung des geforderten, sogenannten Ideenpapiers (Im Endeffekt eine leicht abgeschwächte Version eines Businessplans). Ohne Erfolg, so stellte sich leider heraus. Das änderte jedoch nichts daran, dass wir an unsere Idee glaubten (und glauben)…und dementsprechend weitermachten. Welche Lehren ich rückblickend insbesondere aus dem folgenden Dreiviertel-Jahr gezogen habe, schreibe ich im nächsten Post.
Von Ankündigungen als Gründer oder: Endlich online!
9. Dezember 2009, geschrieben von Grünspar | Keine Kommentare »Zum Beginn des Blogs wurde vollmundig angekündigt, dass hier auch ein Blick hinter die Kulissen von Grünspar gewährt werden würde. Wie das mit mancher Ankündigung beim Gründen so ist – bis zur Erfüllung zieht es sich manchmal länger als gedacht. In diesem Falle lag dies daran, dass wir zunächst die Seite endlich so online stehen haben wollten wie wir uns das immer gedacht hatten. Nämlich als Kombination aus Produkten und Infos die beim Ressourcen und Energie sparen helfen. Auch wenn immer noch hier und da an Details gefeilt wird, können wir nun vorerst einen dicken Haken mit Edding 80.000 hinter den ToDo-Listen-Punkt “Grünspar 1.0 online” machen. Sagen wir: Ein Genuss!
Und was sagt ihr (zur Seite): Wie gefällt Sie Euch? Wie gefallen Euch unsere Energiespar-Tipps und der Energiesparrechner? Wo meint ihr müsste noch nachgebessert werden? Wo möchtet Ihr uns über den grünen Klee loben?
In den kommenden Tage werde ich mich im Allheilmittel des schlechten Gewissens versuchen und Überkompensation betreiben. Sprich es folgt noch ein Janus-Doppelfeature: Zum einen ein grober Rückblick zur Arbeit an Grünspar bis dato und zum anderen ein Ausblick auf die in nächster Zeit geplanten Projekten. Soweit, so gut




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