heizkosten sparen

Heizkosten sparen von „aufwendig“ bis „schnell gemacht“

Die Heizsaison läuft gerade an und viele fragen sich sicherlich, was die Heizung dieses Jahr wieder an Energiekosten verschlingen wird und wie man erfolgreich gegen die steigenden Kosten angehen kann. Wir stellen hier ein paar große und kleine Möglichkeiten vor die Heizkosten zu senken.

Aufwendig:

Die Modernisierung der Heizung – hohe Investition, hohe Einsparung

Angenommen der Gas-Heizkessel im Keller eines Einfamilienhauses ist 25 Jahre alt, funktioniert jedoch noch. Man überlegt ihn durch einen modernen, leistungsgleichen Heizkessel zu ersetzen. Rechnen sich die Anschaffungskoten und der Heizkostenersparnis langfristig?

Die Anschaffungskosten

Diesen alten Kessel durch einen modernen Gas-Brennwertkessel zu ersetzen kostet, laut energieheld.de, etwa 6.000 Euro. Dabei ist die Montage schon eingerechnet.

Der Energieverbrauch durch laufende Kosten

Der Energieverbrauch mit der alten Heizung lag bei 130 kWh pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr. Das macht in unserem Beispiel bei einem Einfamilienhaus mit 140 beheizten Quadratmetern einen Verbrauch von jährlich 18.200 kWh. Bei einem Gaspreis von aktuell etwa 6,52 Cent pro kWh ergeben sich Heizkosten von knapp 1.190 Euro jährlich.

Die jährliche Einsparung

Der neue Gas-Brennwertkessel benötigt etwa 25 Prozent weniger Brennstoff, was zu neuen Heizkosten in Höhe von 915,- Euro pro Jahr führt. Das entspricht einer jährlichen Heizkosten-Ersparnis von 4.550 kWh und knappen 300 Euro. Die neue Heizung hat sich demnach nach genau 20 Jahren amortisiert. Die Investitionskosten wurden wieder hereingeholt.

Achtung: Preissteigerungen nicht außer Acht lassen. Eine Gaspreissteigerung von etwa drei Prozent jährlich ist als durchaus realistisch anzunehmen. Demnach spart man im fünften Jahr sogar schon 333,80 Euro und im dritten Jahr 323 Euro. Somit wäre bei einer derartigen Gaspreissteigerung die Heizung bereits nach gut 16 Jahren amortisiert.

Heizkosten-Einsparung auch aus ökologischer Sicht sinnvoll

Bei einer Lebensdauer der Heizung von mindestens 25 Jahren wäre die Umstellung also sehr rentabel. Neben der Heizkostenreduktion kann sich der Besitzer noch über die Verringerung der CO2-Emission freuen. 4.550 kWh pro Jahr sind schon eine ganze Menge. Das entspricht etwa 910 kg CO2. Laut dem CO2-Rechner von Prima-Klima-Weltweit entspräche das einer Autofahrt von 5.450 km. Zum Vergleich, von Flensburg nach Rom sind es mit dem Auto etwa 1.800 km. Zudem kommt, dass die Heizung wahrscheinlich ohnehin bald ersetzt werden müsste. In dem Zusammenhang lohnt sich die Umstellung auf Gas-Brennwerttechnik erst recht.

Schnell umgesetzt:

Die Heizungspumpe

Heizkosten lassen sich jedoch auch mit weniger Aufwand einsparen. Wer nicht gleich die gesamte Heizung erneuern will oder kann, für den gibt es zudem auch kleinere Möglichkeiten Energiekosten einzusparen. Eine Erneuerung der Heizungspumpe kann zum Beispiel viel bewirken. Die Heizungspumpe wird benötigt um das Wasser von dem Heizkessel in die einzelnen Heizkörper in den Räumen zu pumpen. Sie wird mit Strom betrieben, moderne Modelle der Heizungspumpe, auch Umwälzpumpe genannt, sind bis zu 80 Prozent energieeffizienter. Statt 350 kWh pro Jahr fallen dann nur noch etwa 70 kWh an. Damit vielen diese Stromkosten von knapp 100 Euro auf unter 20 im Jahr (Strompreis: 28 Cent/kWh).

Heizung automatisch steuern

Weiter kann eine automatisierte Heizungssteuerung dabei helfen Heizkosten zu sparen. Mit ihr können Zeiten eingestellt werden, in denen die Temperatur abgesenkt wird. Zum Beispiel wenn niemand zu Hause ist, ab morgens um 8 Uhr oder wenn alle schlafen ab 23 Uhr. Diese intelligenten Heizungsmanagementsysteme erkennen, wenn Fenster geöffnet sind, die Bewohner nicht zu Hause sind und passen sich zudem an das Wetter und das Heizverhalten der Hausbewohner an. Wer noch vor diesen automatisierten Systemen zurückschreckt, der kann erst einmal auf Heizkörperthermostate setzen. Diese übernehmen in Teilen die Heizungssteuerung, sind programmierbar und können exakt die gewünschte Temperatur einstellen. Dazu sind sie deutlich günstiger eine komplette Heizungssteuerung.

Das eigene Heizverhalten

Letztlich entscheidet das Heizverhalten der Bewohner auch stark die Höhe der anfallenden Heizkosten. Wer zum Beispiel im Winter die Fenster zum Lüften lange auf Kipp lässt, heizt buchstäblich zum Fenster hinaus. Tägliches, effektiveres Stoßlüften der Räume hilft die Wände warm zu behalten. Die Luft wird binnen 10 Minuten komplett getauscht und Feuchtigkeit wird abgeführt. Regelmäßiges Heizkörperentlüften führt ebenfalls zu geringeren Heizkosten, da die Heizung effizienter heizen kann.

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Ein Kommentar

  1. Eine intelligente Heizung ist heute möglich: Verlässt der Bewohner das Haus, sendet sein Mobiltelefon ein Signal. Dadurch senkt sich die Raumtemperatur und erhöht sie automatisch, wenn sich der Besitzer der Wohnung nähert. Es gibt mittlerweile mehrere Heizungsregler-Apps, die sich nach dem Tagesablauf der Bewohner richten

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