Photovoltaikanlage

Deutsche Hausbesitzer stehen zur Solarenergie

Trotz anhaltender Strompreisdiskussionen wollen sich 81 Prozent der deutschen Hausbesitzer für die Energiewende engagieren. Davon könnten sich mehr als die Hälfte vorstellen, selbst eine Solaranlage auf dem Dach des von ihnen bewohnten Ein- oder Mehrfamilienhauses zu errichten. Dies sind die positiven Ergebnisse einer Befragung von infratest/dimap, die der BSW-Solar und der DEPV anlässlich der gerade stattfindenden „Woche der Sonne“ veröffentlichte.

Aufgrund der weiter abnehmenden Einspeisevergütung und der im Gegenzug steigenden Strompreise wird ein Eigenverbrauch des erzeugten Solarstroms immer lukrativer. Da sich dieser mit einem auf den eigenen Solarertrag abgestimmten Verhalten und moderner Haustechnik nur bedingt steigern lässt, werden Solarstromspeicher immer interessanter. Dies belegt auch die infratest/dimap-Befragung: 63 Prozent der befragten Hausbesitzer geben an, sich bereits über die Speicherung des selbst erzeugten Solarstroms und die Eigenverbrauchsmöglichkeiten informiert zu haben. 47 Prozent der Hausbesitzer können sich sogar eine Investition in Solarstromspeicher vorstellen.
Dieses Interesse wird nun von der Bundesregierung gezielt unterstützt. Seit dem 1. Mai fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Solarstromspeicher für PV-Anlagen bis 30 Kilowattpeak (kWp). Die Förderung kann bei Banken und Sparkassen beantragt werden und wird als zinsgünstiges Darlehen mit einem einmaligen Tilgungszuschuss von bis zu 600 Euro pro Kilowatt Leistung vergeben. So ergibt sich beispielsweise bei der Neuinstallation einer 5 kWp großen Photovoltaik-Anlage mit Solarspeichersystem eine Speicherförderung von 3.000 Euro. Dieser Zuschuss könnte helfen, den weiteren Ausbau der dezentralen

Solarstromerzeugung trotz des auf absehbare Zeit auslaufenden EEG weiter voranzutreiben. Positiver Nebeneffekt: Durch den höheren Eigenverbrauch könnte auch der weitere Anstieg der aus dem EEG resultierenden sogenannten EEG-Umlage gedrosselt werden. Diese muss nämlich von allen Stromverbrauchern bezahlt werden und galt bisher als Kostentreiber der Energiewende.
Wer sich über die Möglichkeiten der Solarenergienutzung vor Ort informieren möchte, der sollte eine der Veranstaltungen der noch bis zum 5. Mai stattfindenden Woche der Sonne besichtigen. Diese bietet Gelegenheit, sich kostenlos und aus erster Hand über den neuesten Stand bei Solarstrom mit Speicherung sowie Solarwärme und Holzpellets zu informieren. Handwerksbetriebe, Kommunen, Verbraucherzentralen, Energieberater, Schulen und Vereine bieten hierzu ein vielfältiges Programm wie z. B. Vortragsreihen zu Solar und Pellets, Erlebnisausflüge zu Projekt-Beispielen mit Erneuerbaren Energien, Besichtigungen von Solaranlagen, Probefahrten mit Solarmobilen, bunte Solarfeste in Städten und Gemeinden sowie viele weitere Aktionen an. Alle Veranstaltungen finden sich unter www.woche-der-sonne.de/solarenergie-so-gehts/veranstaltung-suchen.htmla. Zur „Woche der Sonne“ ist zudem auch eine Blogparade der Energiefacetten in Gange. Hier finden sich weitere interessante Beiträge und Projektberichte.

2 Kommentare

  1. Pingback: Die Woche der Sonne – Aktionen aus deiner Gegend - News, Energie, Elektro, Politik und Ausbildung

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

eMail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren.
Auch möglich: Abo ohne Kommentar.