Windkrafträder in einem Rapsfeld hinter einer Allee

Regenerative Energien, der Strommarkt und der Verbraucher

Die Kernkraftwerke gehen vom Netz. EON streicht im großen Stil Stellen und die Strompreise fluktuieren wild. Die Energiewende hinterlässt in Deutschland eine Schneise der Verwirrung und der Hilflosigkeit. Obwohl die Intention, regenerative Energien für eine nachhaltige Stromerzeugung als Ersatz für fossile Brennstoffe und Atomkraftwerke zu nutzen, die einzig richtige Richtung ist, wurde bei der Aufklärung geschludert. Es bleibt mal wieder an uns selbsternannten Umweltschützern, diese Arbeit der lahmenden Politik abzunehmen.

Auf dem Strommarkt herrschen seit der Erfindung von Photovoltaik neue Gesetze. Jeder Verbraucher, der eine Photovoltaikanlage besitzt, ist gleichzeitig Erzeuger von Strom aus regenerativen Energien. Während das Konzept des Selbstversorgers mit Solarzellen in der Tat viel Anklang fand, ist das nicht die einzige Möglichkeit, seinen eigens produzierten Strom wieder loszuwerden. Neben dem Photovoltaik Eigenverbauch, hat der Verbraucher die Möglichkeit, seinen Strom in das Netz einzuspeisen. Je nach Anbieter, Standort und produzierter Menge, variieren die Preise stark. Die Kunst ist es hier also, den Punkt zu finden, an dem sich der Eigenverbrauch des produzierten Stroms noch lohnt und wann er komplett ins Netz eingestreut werden sollte.

Diese Überlegung gilt für alle Selbstversorger. Die Differenz zwischen Voll- und  Eigenverbrauchsvergütung ist dabei der ausschlaggebende Faktor. Der Abwärtstrend dieser Größe könnte nun aber durch die erhöhte Nachfrage nach Ökostrom wieder umgekehrt werden.

Die Turbulenzen auf dem Strommarkt werden sich im Laufe des Jahres noch zuspitzen. Wie und wann sich der eigene Umstieg auf regenerative Energien dann monetär lohnt, bleibt abzuwarten. Der Umstieg lohnt sich dennoch auf jeden Fall schon heute: Um sich von der Willkür der Preise und dem Kartell der Stromanbieter zu lösen, ist es immer die bessere Alternative, seine Versorgung selbst in die Hand zu nehmen.

Schönen Tag und bleibt schön grün!

2 Kommentare

  1. Anmerkung: Die “neuen Gesetze” bei der Energieversorgung gelten längst nicht nur seit und für Photovoltaik, sondern bei jeder dezentralen Energieerzeugung, z.B. bei Blockheizkraftwerken (Kraft-Wärme-Kopplung), die es schon für Einfamilienhäuser und Wohnblöcke gibt!

    Und wem die Voraussetzungen für eine eigene Anlage fehlen (z.B. ein für Photovoltaik geeignetes Dach), der kann sich (auch mit einem kleineren Betrag!) an einer Bürger-Solaranlage oder einem Bürger-Windpark beteiligen, und einen Ökostromanbieter wählen, der laut Zertifikat den Ausbau regenerativer Energien über den gesetzlichen Pflichtanteil (EEG) hinaus fördert …

    Übrigens, liebes Grünspar-Team, bitte mal hier nachschauen:
    http://www.gruenspar.de/blog/2011/07/15/gruenspar-tv-installation-und-nutzen-eines-wasserspareinsatzes/#comments
    Da warten inzwischen zwei Beiträge von mir (mit Links) auf Freischaltung, aber bisher ohne jegliche Reaktion. Der erste davon kann gelöscht werden, da ich ihn wiederholt und ergänzt habe, nachdem ich am nächsten Tag eine Mail-Info über einen neuen Kommentar bekam, mein Beitrag aber nicht dort erschien.

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