KW 12: Von Iphone Apps und “weg vom Öl”

Iphone App von CO2-Online hilft beim Stromsparen

CO2-Online hat für das Iphone eine kostenlose App erstellt, mit der man herausfinden kann, wie hoch der Dauerstromverbrauch in den eigenen vier Wänden ist. Zahlreiche elektronische Geräte wie TV-Gerät oder Stereoanlagen verursachen im Standby-Modus einen Verbrauch von bis zu 0,2 Kilowatt, wovon die Hälfte überflüssig ist. Allein durch das Abstellen des unnötigen Standby-Betriebes lassen sich bis zu 200 Euro im Jahr einsparen. Nach dem Herunterladen müssen über einen Zeitraum von 30 Stunden lediglich drei mal Zählerstände eingegeben werden. An den genauen Zeitpunkt der Eingabe wird man praktischerweise automatisch von der App erinnert.
Falls Sie durch das Benutzen festgestellt haben sollten, dass Ihr Dauerstromverbrauch zu hoch sein sollte, können Sie dann mit einem Energiekostenmessgerät herausfinden, wo genau die größten Einsparungen möglich sind.

Ecosummit 2011- Die Sunfire-Technologie als erster Schritt weg vom Öl

Ende der Woche findet zum zweiten Mal die Ecosummit im neuen Ökohotel Scandic am Potsdamer Platz statt. Bei dieser Veranstaltung werden zahlreiche Redner und Start-Ups ihre Zukunftsideen und Geschäftsmodelle vor Gästen und Investoren vorstellen. Als Vorbereitung auf die Messe stellt cleanthinking einige interessante daraus separat vor.
Den Anfang dieser kleinen Serie macht das Unternehmen Sunfire aus Bremen. Sunfire hat nach eigenen Angaben ein Verfahren entwickelt, bei dem das Klimagas CO2 gezielt als Rohstoff genutzt werden soll, um saubere und flüssige Brenn- und Kernstoffe wie Benzin und Diesel zu erzeugen. Neben CO2 benötigt das Sunfire-Verfahren Wasser und setzt auf regenerativ erzeugten Strom aus Wind, Sonne und Wasserkraft. Die Sunfire-Technologie ist seit 2010 in der Laborphase, könnte jedoch schon ab 2012 in einer Testanlage hergestellt werden. Somit könnte diese Entwicklung ein erster Schritt weg vom Öl sein.

Interessantes Energiesparprojekt vom Energiesparclub Cuxhaven

Im Landkreis Cuxhaven findet vom April 2011 bis April 2012 ein interessantes Energiesparprojekt des Energiesparclubs Cuxhaven statt. Für diese Feldstudie können sich Interessierte noch bis zum 07. April bewerben. Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenlos und dient keinerlei kommerziellen Zecken. Ziel des Energiesparprojektes ist es gemeinsam mit den Teilnehmern zu erforschen, in welchem Umfang möglichst effektiv Heizkosten und Stromkosten gespart werden können. Die anonymisierten Ergebnisse werden dann in Relation zu den Ergebnissen anderer Forschungsprojekte von E-Energy gesetzt. E-Energy ist ein Förderprogram des Bundeswirtschaftsministerium. Neben der kostenlosen Beratung, die Jedem nachhaltig die eigenen Einsparpotentiale und somit bares Geld sparen wird, bekommen die Teilnehmer noch ein Energiesparset als Dankeschön für die Teilnahme überreicht.

4 Kommentare

  1. Hier ist mir eine herrliche Stilblüte aufgefallen, Zitat:
    “Die Teilnahme (am Projekt des Energiesparclubs Cuxhaven) ist selbstverständlich kostenlos und dient keinerlei kommerziellen Zecken.”

    Tja, kommerzielle Zecken lauern überall … aber ausgerechnet die Teilnehmer eines Energiesparprojekts auszusaugen wäre wirklich ganz schön dreist! ;-)

  2. Guten Morgen Ralf,
    wie ich sehe konnten wir Deinen Wochenanfang mit ein wenig Bespaßung versüßen. Das freut uns sehr, so dass wir Dir einen tollen Start in die erste Woche der Sommerzeit wünschen ;-)
    Das Projekt wird von CO2-Online durchgeführt. Das sind enge und gute Partner von uns. Deswegen war es mir sehr wichtig auf die Seriösität des Projektes einzugehen.
    Du weißt ja wahrscheinlich selbst, dass in der heutigen Zeit vor allem im Internet so viele zwielichtige Gestalten ihr Unwesen treiben, dass ein kleiner Hinweis sicherlich nicht schaden kann.

  3. Zum Thema “Sunfire-Technologie” gibt es heute diese passende Meldung bei wdr.de:

    Lohmarer Firma: Aus CO2 und Wasserstoff Benzin gewinnen
    Der Automobilzulieferer Emitec aus Lohmar will künftig aus Kohlendioxid und Wasserstoff Benzin und Diesel herstellen. Das entwickelte Verfahren ist bereits zum Patent angemeldet worden, berichtet das Magazin “auto motor sport” in seiner aktuellen Ausgabe (13/2011).
    Das Unternehmen suche nun Partner, um eine Pilotanlage zu bauen. Darin soll hochkonzentriertes CO2 aus Kohlekraftwerken mit Wasserstoff zu Methan reagieren. Der Wasserstoff soll mithilfe von Windenergie direkt aus Wasser hergestellt werden. (Stand: 01.06.2011, 16:40 Uhr)”
    http://www.wdr.de/themen/_config_/kurznach/index.jhtml?krubrik=vermischtes&knid=43920
    (Eventuell wird der Link später ungültig, falls die WDR-Kurznachrichten nicht archiviert werden.)

    Diese Technologie könnte einer von mehreren Wegen sein, regenerativ erzeugte Energie bei Überangebot zu speichern (statt z.B. Windkraftanlagen abzuschalten) – und erscheint mir gleichzeitig viel sinnvoller (trotz Umwandlungsverlust) als die umstrittene geplante CO2-Endlagerung untertage!

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