Grünspar Blog

Archiv für Oktober 2009

Standby-Geräte finden und abschalten – Grünsparen statt schwarzärgern (4)

29. Oktober 2009, geschrieben von Grünspar | 1 Kommentar »

Gebt Strom-Vampiren keine Chance!
Strom-Vampire sind nicht auf Blut aus – sie haben es auf einen anderen wichtigen Rohstoff abgesehen: Energie.
Es gibt sie fast überall. Sie lauern versteckt in elektrischen Geräten und warten auf ihre Chance. Wir Menschen geben ihnen leider zu oft die Gelegenheit, Energie zu saugen: Wenn wir mit der Fernbedienung den Fernseher oder die Musikanlage „ausschalten“, so dass nur noch die rote Statuslampe leuchtet. Oder wenn wir den Wasserkocher, den wir vielleicht nur einmal täglich für zwei Minuten benutzen, den ganzen Tag am Stromnetz lassen.
Besonders freuen sich Strom-Vampire über Computer, die zusammen mit Monitor, Drucker, Lautsprecher und externer Festplatte auch im ausgeschalteten Zustand mehrere Watt Leistung verpuffen lassen.

Was für ein immenses Einsparpotential hier Brach liegt, belegen auch Zahlen der Deutschen Energie-Agentur:
Alleine in Deutschland zapfen Strom-Vampire jedes Jahr 14 Milliarden Kilowattstunden aus dem Stromnetz ab. Privathaushalte opfern satte 11% ihres gesamten Energieverbrauchs für bequeme Standby-Funktionen. Jedes Jahr werfen wir so 2.300.000.000 Euro zum Fenster raus.

Dabei sind Strom-Vampire leicht zu bändigen, auch ohne Kruzifix und Knoblauch. Es geht viel einfacher: Wenn wir Geräte nicht benutzen, den Stecker ziehen. Oder, viel komfortabler, eine Steckdosenleiste benutzen, die den Stromkreislauf unterbricht.

Nun trägt diese Artikelreihe nicht umsonst den Namen “Grünsparen statt schwarzärgern”. Steckdosenleisten benutzen heißt nämlich auch: Jedes Mal auf dem Boden herumkriechen, um den Strom an- oder auszuschalten.
Dass das gar nicht sein muss, zeigt der Grünspar Standby-Killer, an den bis zu acht Geräte angeschlossen werden können Der Clou dabei: Er kann zwischen Haupt- und Nebengeräten (Master / Slave) unterscheiden, was besonders bei PC-Systemen oder Heimkino-Sets sinnvoll ist. Schaltet man Rechner oder Fernseher ein, wachen die angeschlossenen Nebengeräte gleich mit auf. Fährt man den Rechner herunter, verbrauchen weder Monitor noch Drucker Standby-Strom.

Also, den Grünspar Standby-Killer bestellen, zusammenhängende Geräte einmalig anschließen, schon wird dauerhaft Energie und Geld gespart. Wenn doch nur alles im Leben so einfach wäre.

Aufwand
Kosten 2-kosten in Standby-Geräte finden und abschalten - Grünsparen statt schwarzärgern (4)
Arbeit 1-hammer in Standby-Geräte finden und abschalten - Grünsparen statt schwarzärgern (4)



Unter der Rubrik “Grünsparen statt schwarzärgern” geben wir wirkungsvolle Energiespartipps, die Geld sparen und die Umwelt schonen.

News-Überblick KW44

26. Oktober 2009, geschrieben von Grünspar | Keine Kommentare »

München: bis 2025 Vollversorgung mit Ökostrom
Bayerns Landeshauptstadt möchte bis 2025 ihre Stromversorgung vollkommen umstellen — rein aus erneuerbaren Energien, vor Ort erzeugt. Ein Antrag dazu wurde von der Rathauskoalition, bestehend aus SPD und Grünen/Rosa Liste Ende September eingebracht und erfolgreich durchgebracht. Bereits 2015 sollen alle Privathaushalte zu hundert Prozent mit Strom aus erneuerbaren Quellen versorgt werden. Bis 2025 sollen auch alle Unternehmen umgestellt haben.

“Grüne Hauptstadt Europas” gesucht
Die Auszeichnung als “Grüne Hauptstadt Europas” wird Stockholm im kommenden Jahr tragen, Hamburg im Jahr 2011. Nun laufen die Bewerbungen für die Jahre 2012 und 2013. Die EU Kommission sucht Städte mit umweltgerechter Stadtplanung. Die Bewerbungen werden anhand von elf Umweltkriterien geprüft, wie u. a. lokale Initiativen zur Bekämpfung des globalen Klimawandels, Abfallerzeugung und Abfallbewirtschaftung, Schutz von Natur und biologischer Vielfalt, Verkehr, Luft- und Wasserqualität.

Buchtipp: Grüne Häuser
Für alle die in der nächsten Zeit ein Haus bauen möchten ist das folgend vorgestellte Buch vielleicht eine wertvolle Planungshilfe. Es behandelt die Planung und den Bau von Einfamilienhäusern, die nicht nur nach wirtschaftlichen und architektonischen Gesichtspunkten erstellt wurden, sondern auch nach ökologischen.

Climate Star 2009: 15 Städte und Gemeinden für Klimaschutz ausgezeichnet
Am 22. Oktober 2009 wurden im niederösterreichischen Melk 15 europäische Städte, Gemeinden und kommunale Zusammenschlüsse für ihr Engagement im Klimaschutz mit einem Climate Star 2009 ausgezeichnet. 444 Städte und Gemeinden aus elf Ländern haben sich für die europäische Auszeichnung beim Klima-Bündnis beworben und ihre Projekte im lokalen Klimaschutz dokumentiert.


Verleihung des Deutschen Solarpreises “Eine-Welt-Zusammenarbeit” an KAÏTO

KAÏTO erhielt am Wochenende den Preis für seine “Energie-Kioske”, die speziell für das ländliche Afrika entwickelt wurden. Ein solcher Kiosk ist eine kleine dezentrale Dorfstromanlage auf Basis von Solarenergie. Gegen Bezahlung können die Dorfbewohner dort “Strom tanken” und beispielsweise Lampen, Mobiltelefone und Batterien aufladen und so ihren primären Energiebedarf decken.

Zahl des Monats (3)

22. Oktober 2009, geschrieben von Grünspar | Keine Kommentare »

310 in Zahl des Monats (3)

Dörfer sind dem Abbau von Braunkohle in Deutschland bisher zum Opfer gefallen. Zwanzig weitere sind von geplanten oder bereits bestehenden Kohleabbauprojekten bedroht.

Einmal monatlich weist das Grünsparblog auf eine Zahl hin, die es in sich hat: Mal zum Kopfschütteln, mal zum schmunzeln, mal Mut machend – aber immer interessant. Hier finden Sie alle Zahlen des Monats.

News-Überblick KW43

19. Oktober 2009, geschrieben von Grünspar | Keine Kommentare »

Auf dem Weg zu billigerem Solarstrom
Gemeinsam haben Forscher des Fraunhofer IISB Erlangen, des Fraunhofer THM Freiberg und der SolarWorld AG herausgefunden, wie sie durch den Einsatz von Magnetfeldern bei der industriellen Produktion von Siliziumkristallen für die Photovoltaik spezielle Materialfehler vermeiden können. Diese Materialfehler sind schädlich für die Anwendung der Kristalle zur Erzeugung von Solarstrom.

Künstliche Bäume – die ultimative Lösung des Klimawandels?
Künstliche Bäume sind große, fächerförmig aufgespannte Membranen die mit CO2-bindenden Materialien beschichtet werden und nahezu überall aufgestellt werden könnten. Laut dem Institute for Mechanical Engineering wären wohl mit dem heutigen Stand der Technik weit über 30 Millionen solcher künstlichen Bäume notwendig, um die ca. 33 Milliarden Tonnen Kohlenstoffdioxid, die jährlich durch menschliches Verschulden freigesetzt werden, aufzunehmen.

Studie: Fast 50% Treibhausgaseinsparung sind machbar
Deutschland kann 43 Prozent seiner Treibhausgasemissionen bis 2020 im Vergleich zu 1990 einsparen laut einer Studie des Öko-Institut im Auftrag des Umweltbundesamt (UBA). Bis 2030 kann sogar annähernd 60 Prozent Minderung gegenüber 1990 erreicht werden. „Zugpferd wäre vor allem der Stromsektor, in dem sich zwischen 2005 und 2030 rund ein Viertel der deutschen Treibhausgasemissionen einsparen lassen“, sagt Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes (UBA).

Erneuerbare Energien treiben Strompreis nicht
Die Deutsche Umwelthilfe widerspricht der Behauptung von höheren Belastungen für Verbraucher: Die entlastenden Effekte durch den Zubau erneuerbarer Energien werden ignoriert.


Zeit.de: Biokraftstoffe – nein danke

Biotreibstoffe haben eine deutlich schlechtere Öko- und Klimabilanz als fossile Energien. Zu diesem Ergebnis kommt ein aktueller Bericht des UN-Umweltprogramms.

Ein Hoch auf die Erderwärmung! [Video]

15. Oktober 2009, geschrieben von Grünspar | Keine Kommentare »

Das Satiremagazin Extra 3 versteht die ganze Aufregung über die Erderwärmung nicht. Ist doch schön, wenn’s in Deutschland endlich wärmer wird! Besonders die „unsympathische NPD-Hochburg“ Mecklenburg-Vorpommern wird vom Klimawandel profitieren. Aber sehen Sie selbst:

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